Referat von Oliver Sch.:

Die Landschildkröten:



Es gibt verschiedene Arten von Schildkröten. Die wichtigsten sind Meeresschildkröten, Süßwasserschildkröten und Landschildkröten. Meine Schildkröte ist eine griechische Landschildkröte und von ihr möchte ich euch heute erzählen.

Schildkröten sind echte Experten im Überleben. Die gepanzerten Ur-Tiere bevölkern die Erde seit rund 200 Millionen Jahren. Große Klimaveränderungen und Naturkatastrophen haben sie erfolgreich überstanden.




Wer war früher da?
Die Dinosaurier oder die Schildkröten?


Na wer?

Als
die Dinosaurier
kamen,
waren

SIE
schon da!







Schildkröten in der Mythologie

Schildkröten werden in verschiedenen Religionen als heilige Tiere verehrt. Im Buddhismus gilt sie als Symbol der Unsterblichkeit. Die Irokesen glauben, dass die Erde sich auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte befindet. Etliche Indianerstämme glauben, dass Schildkröten geheimnisvolle Kräfte besitzen. Sie stehen für langes Leben und große Zähigkeit, weil sie sich selbst von großen Verletzungen wieder erholen.
Leider hat der Respekt heute vor Schildkröten sehr nachgelassen. Ganze Regionen wurden entvölkert, da sie immer noch gerne gegessen werden. Viele Schildkrötenarten sind selten geworden. Zum einen, weil ihre Lebensräume zerstört wurden, zum anderen, weil mit den Tieren selbst sowie mit ihrem Panzer gehandelt wird.

Aus dem Schildkrötenpanzer
macht man Schmuck
und angeblich
Heilmittel
( Brillenfassungen,
Kämme )


Der Körperbau

Landschildkröten haben einen starren Panzer, in dem sie bei Bedarf problemlos den Kopf einziehen können. Bemerkenswert ist, dass die Wirbelsäule mit dem Rückenpanzer fest verbunden ist. Der schwere Panzer lässt keine schnelle und ausdauernde Fortbewegung zu. Daher sind sie auch keine Jäger, sondern ernähren sich überwiegend von pflanzlicher Kost.

Körperbau der Schildkröte
Schildkröten haben einen Bauch- und einen Rückenpanzer.


Die Sinnesleistungen der Schildkröten

Mit Hilfe ihrer Augen orientieren sich die Schildkröten räumlich, erkennen Gefahren, finden Nahrung und einen Partner. Am Stand der Sonne erkennen sie die Himmelsrichtung. In der Blütezeit suchen Landschildkröten oft gezielt nach gelben oder roten Blüten. Das Hörvermögen ist nicht sehr weit entwickelt. Im Wesentlichen können sie nur tiefere Töne zwischen 200 und 500 Hertz wahrnehmen. Schildkröten haben auch keine Möglichkeit, als Kommunikationsmittel Laute auszustossen.

Sinne



Ernährung

Eine Wiese mit vielen Wildkräutern ist für Landschildkröten ein Schlaraffenland! So bekommt sie genügend Vitamine und Spurenelemente. Salat aus dem Supermarkt darf man der Schildkröte keinesfalls geben, da dieser oft sehr gedüngt ist. Auch sollte man Schildkröten keinesfalls tierische Kost füttern, auch kein Dosenfutter für Hunde und Katzen.


Lebensweise der Schildkröten

Schildkröten sind Reptilien. Für sie spielt Wärme eine große Rolle. Sie sind Kaltblütler, d.h. sie können selbst keine Wärme erzeugen. Ihre Körperfunktionen arbeiten erst ab bestimmten Temperaturen. In südlichen Ländern, den natürlichen Lebensräumen der Landschildkröten, erwärmt die Sonne Steine und Erde. Hält man eine Schildkröte im Terrarium muss unbedingt mit einer Wärmelampe oder einem Heizstein für die richtige Temperatur gesorgt werden.

Winterschlaf

In der kühlen Jahreszeit verfallen die Schildkröten in einen Winterschlaf. Bereits während der sinkenden Außentemperaturen suchen sie in der Wildnis eine frostsichere Stelle auf. Während des Winterschlafes werden die Körperfunktionen sehr vermindert, so dass die Tiere in dieser Zeit von ihren Körperreserven leben können. Wird es wieder wärmer, erwachen die Schildkröten, verlassen ihr Versteck und suchen Nahrung oder einen Partner. Für bei uns gehaltene Schildkröten muss man eine Überwinterungskiste anfertigen. Dazu füllt man eine Holzkiste mit Buchenlaub und Torfmoos. Die Kiste stellt man dann in einen ungeheizten Keller. Die Temperatur muss dabei etwa 5° C aufweisen.


Fortpflanzung

Landschildkröten sind Reptilien und keine Säugetiere. Sie bringen keine lebenden Jungen zur Welt sondern legen Eier. Sie sind aber auch keine Vögel.. Einige Wochen nach der Paarung will das Weibchen ihre Eier legen. Sie mag dabei nicht gestört werden und findet es gar nicht gut, wenn ihr andere Schildkröten zu nahe kommen. Mit den Hinterbeinen gräbt das Weibchen ein Loch in die Erde und legt ihre Eier in dieses Nest.Wenn sie fertig ist, schaufelt sie die
Erde darüber und geht weg , ohne die Eier gesehen zu haben.. Nach vielen Wochen schlüpfen aus den Eiern kleine Schildkröten und graben sich nach oben. Sie sind vom ersten Tag ihres Lebens auf sich selbst gestellt. Vielleicht läuft ihnen ihre Mutter oder ihr Vater mal über den Weg. Aber die Kinder und Eltern kennen sich nicht.



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